Effizient geschäftlich unterwegs ins nahe Ausland

Schweizer KMU exportieren zum grossen Teil ins Ausland. Daher sind Geschäftstermine im nahen EU-Ausland keine Seltenheit. Oft stellt sich dabei die Frage, mit welchem Verkehrsmittel man am effizientesten und günstigsten reist. Während früher das Flugzeug als probates Mittel für solche internationalen Kurztrips diente, hat der Zug massiv aufgeholt. Ein Reisezeitvergleich.

Haben Sie sich nach dem Check-in am Flughafen auch schon gefragt, warum Sie den meisten Teil Ihrer Reisezeit damit verbringen, auf Ihren Flug zu warten und danach wieder auszusteigen, um auf Bus, Tram oder Metro umzusteigen? Die bessere Alternative für Geschäftstermine im nahen Ausland sind Reisen mit dem Zug. So können Sie Ihre Zeit produktiv nutzen und Sie kommen erst noch mitten im Zentrum an – so zum Beispiel in Frankfurt, München oder Mailand.

Auto, Flugzeug oder Zug?

Meistens sind Geschäftsreisen ins nahe Ausland mit einer Handvoll Terminen verknüpft, die viel Konzentration und Vorbereitung benötigen. Darum ist es umso wichtiger, Ihre Reisezeit möglichst kurz, effizient und produktiv zu gestalten. In der folgenden Tabelle haben wir ein paar Vor- und Nachteile der verschiedenen Reisevarianten aufgeführt:

Auto

 Vorteile  Nachteile
  • – Grosse Unabhängigkeit und Flexibilität: kein Check-in nötig, keine verbindlichen Ab-/Anreisezeiten
  • – Eigener Reiserhythmus (z.B. Pausen und Verpflegungsstopps nach eigenem Gutdünken)
  • – Unproduktive Zeit, weil mit Fahren beschäftigt
  • – Grössere Ermüdung
  • – Höheres Unfallrisiko
  • – Parkplatzprobleme und Staus
  • – Hohe Benzin-, Maut- und Betriebskosten sowie Abschreibungen
  • – Schlechte Ökobilanz

Flugzeug

 Vorteile  Nachteile
  • – Vielfliegerprogramme und damit gute Konditionen für Flugreisen
  • – Relativ schnelle Beförderung, besonders bei längeren Strecken
  • – Sehr sicheres und bequemes Reisen
  • – Reisezeit kann teilweise produktiv zum Arbeiten, E-Mailing oder Telefonieren genutzt werden
  • – Vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis
  • – Oft hoher Aufwand beim Hin- und Rücktransport zum und vom Flughafen (zeitlich wie finanziell)
  • – Verbindliche An- und Abreisezeiten, Gepäck- und Reisevorschriften
  • – Wenig umweltschonend
  • – Unrentabel bei Kurzstrecken
  • – Nicht gefeit vor Streiks

Zug

 Vorteile  Nachteile
  • – Direktes Reisen von A nach B (kein Check-in, keine Wartezeiten, direkte Ankunft am gewünschten Ort)
  • – Hohe Flexibilität dank hoher Frequenz an Verbindungsmöglichkeiten
  • – Rasche Beförderung dank Hochgeschwindigkeitszügen
  • – Produktive Nutzung der Reisezeit, z.B. zur Vorbereitung auf die bevorstehenden Geschäftstermine
  • – Starke Ökobilanz
  • – Vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis
  • – Transparenz, Effizienz und Kostenersparnis bei der Spesenverwaltung, z.B. über SBB Businesstravel ist alles auf einen Blick ersichtlich, buch- und abrufbar
  • – Kombinierte Mobilität mit P+Rail, RailTaxi, Taxilo oder Mobility Business Carsharing ((Link zum Beitrag kombinierte Mobilität))
  • – Verbindliche An- und Abreisezeiten
  • – Nicht gefeit vor Streiks
  • – Unrentabel bei Langstrecken – zeitlich und finanziell

Flugzeug vs. Zug – ein Reisezeitvergleich

Ob von Zürich, Basel, Bern oder Lausanne und Genf aus – manche Destinationen für Geschäftsreisen sind mittlerweile mit dem Zug schneller zu erreichen als mit dem Flugzeug. Angenommen, Sie reisen für einen Geschäftstermin von Zürich aus nach Innsbruck, so liegt Ihre Zeitersparnis bei mehr als zwei Stunden gegenüber dem Flugzeug. Bei einer Geschäftsreise von Basel nach Strassburg sind Sie sogar fast viermal so schnell am Ziel. Auch die Strecke Genf–Mailand hält mehr als eine Stunde Zeitersparnis für Sie bereit.

Natürlich hängen diese Vergleiche auch von Ihrem Wohnort ab und davon, wie viel Zeit Sie jeweils für einen Transfer vom/zum Flughafen oder Bahnhof benötigen. Generell gilt es, bei Geschäftsreisen in die europäischen Städte die Reisezeit, Anbindungsfrequenz und -modalität sowie die Reisekosten zu prüfen, ehe Sie sich für das geeignete Verkehrsmittel entscheiden.