Tipps im Kampf gegen die Sommerhitze

Digitale Nomaden haben es gut. Sie verlegen ihren Arbeitsplatz einfach in die Klimazone, in der ihnen am wohlsten ist. Für alle anderen hingegen kann in den Sommermonaten die Temperatur im Büro ins Unermessliche steigen. Die Hitze kann von Müdigkeit über Konzentrationsschwierigkeiten bis hin zu Kreislaufproblemen und Hitzeschlägen verschiedenste Probleme am Arbeitsplatz verursachen. Es gibt jedoch einige Möglichkeiten, das Arbeitsklima auch im Sommer angenehm zu gestalten.

Die Sonne aussperren

Deshalb verpflichtet das Schweizerische Arbeitsgesetz den Arbeitgeber, für ein angemessenes Raumklima zu sorgen. Zudem müssen Arbeitsplätze vor übermässiger Sonneneinwirkung geschützt sein. Dies kann mit Sonnenstoren, Jalousien oder Vorhängen erreicht werden. Moderne, smarte Technik erlaubt sogar eine automatische Steuerung der Sonnenschutzeinrichtungen, womit möglichst viel Tageslicht bei möglichst geringer Hitze verwendet werden kann.

Checkliste für angenehme Temperaturen im Büro:

  • – Schutz vor starker Sonneneinwirkung durch Storen, Jalousien oder Vorhänge
  • – Gute Durchlüftung in den kühlen Morgenstunden
  • – Genügend Wasserzufuhr z.B. durch Wasserspender oder Gratis-Mineralwasser
  • – Aufstellung von Ventilatoren
  • – Installation von Klimaanlagen (Split, Multisplit oder Mobile mit Warmluftableitung)
  • – Flexibilisierung oder Anpassung der Arbeitszeiten
  • – Lockerung der Kleidungsvorschriften/Dress Code

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Ansonsten lässt das Arbeitsgesetz vieles offen. Weder erlaubte Temperaturschwellen noch irgendeine Art von Hitzefrei sind definiert. Trotzdem sollte man als Arbeitgeber auf das Wohlbefinden im Büro achten. Massnahmen hierzu werden unter dem Begriff des betrieblichen Gesundheitsmanagements zusammengefasst.

Der für das persönliche Wohlbefinden wohl wichtigste Faktor ist das Wasser. An heissen Tagen schwitzt der Körper mehr. Dieser Flüssigkeitsverlust muss durch Trinken ausgeglichen werden. Um leistungsfähig zu bleiben, sollte man nicht erst bei grossem Durst trinken, sondern immer wieder ein bisschen.

Eine Möglichkeit, die eigenen Mitarbeiter zu vermehrtem Trinken zu animieren, ist der Einsatz von Wasserspendern. Durch solche kann (auch kohlensäurehaltiges) Wasser einfach angeboten werden. Je nachdem können so lange Gänge zum nächsten Wasserhahn oder Flaschenschleppen vermieden werden. Zudem fördert ein einfach zugänglicher Wasserspender das regelmässige Trinken in kurzen Abständen.

Gemeinsam gegen die Hitze

Neben der Wasserversorgung der Mitarbeitenden kann der Arbeitgeber zusätzliche Massnahmen ergreifen, um ein angenehmes Raumklima zu erzeugen:

  • – Neben Wasser können auch vitamin- und mineralhaltige Getränke angeboten werden.
  • – Ventilatoren sorgen für Zugluft und sind mobil und flexibel einsetzbar.
  • – Mit Arbeitszeitanpassungen können eventuell die heissesten Stunden (15-17 Uhr) umgangen oder gekürzt werden.
  • – Klimaanlagen sind eine effektive Lösung, jedoch technisch anspruchsvoll und kostspielig. Eine Beratung durch einen Klimaexperten lohnt sich.

Diese Massnahmen betreffen alle Angestellten gleich. Hitze- und Klimaempfindung unterschieden sich aber von Mensch zu Mensch. Deshalb können Arbeitnehmer mit diesen individuellen Tipps zusätzlich ihr eigenes Wohlbefinden steuern:

  • – Richtige Kleiderwahl: Keine synthetischen Stoffe, sondern Baumwolle oder Leinen.
  • – Arbeit sinnvoll einteilen: Anspruchsvolles am Morgen erledigen und in der heissen Zeit viele Pausen einlegen.
  • – Körper mit Wasser an den Handflächen oder in einem Fussbecken kühlen.

Die Sommerhitze im Büro betrifft alle. Als moderner Arbeitgeber sollte man im Sinne des betrieblichen Gesundheitsmanagements für die Gesundheit der eigenen Mitarbeitenden sorgen und so ihren eigenen Kampf gegen die Hitze bestmöglichst unterstützen. Schon das Umsetzen einfachster Massnahmen hilft allen im Büro, die heissen Sommermonate gesund und konzentriert zu überstehen.