Was hat Digitalisierung mit Kolumbus zu tun?

Digitalisierung ist wie eine Expedition. Wir setzen Segel, die uns in ein neues Zeitalter bringen sollen. Den Kurs können wir festlegen. Wohin er uns führt, wissen wir manchmal erst, wenn wir angekommen sind. Wir brauchen Mut und Pioniergeist, eine Vision, eine gute Mannschaft und einen Kompass, der uns anzeigt, ob wir immer noch auf dem richtigen Weg sind.

Mal ehrlich, wissen wir genau, wohin uns die Digitalisierung führt? Oder noch extremer gefragt: Wissen Sie genau, was Digitalisierung ist? Oder was sie für Ihr Unternehmen bedeuten könnte? Solche oder ähnliche Fragen wurden auch Christoph Kolumbus gestellt. Eine präzise Antwort hatte er nicht. Aber er hatte eine grosse Vision und die innere Überzeugung, dass es andere Wege gab. Dass man die Dinge auf andere Art anpacken müsse, um in Zukunft einfacher und auf direkterem Wege ans Ziel zu kommen.

Bisher ging’s doch auch.

Kolumbus kämpfte jahrzehntelang mit kritischen Stimmen. Warum Truhen voller Gold investieren in ein Vorhaben, dessen Ausgang ungewiss ist? Weshalb einen Seeweg nach Indien suchen, wenn’s doch auf dem Landweg auch geht – zwar beschwerlich, aber bekannt und deswegen relativ sicher? Wozu einen Prozess ändern, der bislang immer funktioniert hat? Einstein formulierte es treffend: «Die reinste Form des Wahnsinns ist, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert». Denn die Welt um uns herum ändert sich – schneller und tiefgreifender denn je. Dieser Veränderung muss ein Unternehmen begegnen. Wenn wir stehen bleiben, bleiben wir auf der Strecke.

Digitalisierung brauch` ich nicht.

Vielleicht haben Sie auch schon darüber nachgedacht, welche Rolle die Digitalisierung in Ihrem Unternehmen spielen könnte. Und tatsächlich: In vielen Branchen sind die Möglichkeiten der Digitalisierung nicht unbedingt offensichtlich. Doch das täuscht. Zahlreiche Arbeitsbereiche, Lebensbereiche und Dienstleistungen, die vor fünf Jahren noch als undigitalisierbar galten, sind mittlerweile völlig selbstverständlich digitalisiert. Wir leben in Zeiten, in denen wir darüber diskutieren, wie lange Autos noch von Menschen gelenkt werden (sollten). Wir überlegen uns nicht, ob Menschen keine Autos mehr lenken werden. Wir fragen uns, wann es soweit sein wird. Was wir damit sagen wollen: Selbst wenn Sie heute denken, Ihr Unternehmen hat nichts mit Digitalisierung zu tun, lohnt es sich, darüber nachzudenken. Am besten unter Begleitung von erfahrenen Innovatoren, die Ihnen auch aufzeigen können, was in Ihrer Branche andernorts alles geschieht. Vielleicht kommen dabei innovative Ansätze heraus, die Sie heute gar nicht für möglich halten.

Ich hab` keine Zeit für Digitalisierung.

Wir kennen das alle: Die Auftragslage ist gut, das Tagesgeschäft nimmt uns voll in Anspruch und wir versuchen, die aktuellen Aufgaben so gut wie möglich zu jonglieren. Dabei bleibt einfach keine Zeit für Digitalisierung. Doch Digitalisierung ist nicht eine konkrete Aufgabe, die bis zu einem gewissen Zeitpunkt durchgeführt sein muss. Digitalisierung ist eine neue Art zu denken und Angebote zu entwickeln. Digitalisierung bedeutet nicht, dass Sie gleich morgen in eine neue Infrastruktur investieren müssen. Digitalisierung bedeutet vor allem die Auseinandersetzung mit der Frage, welchen Mehrwert kann ich meinen Kunden von Morgen noch bieten. Wie kann ich mein Geschäftsmodell und meine Prozesse so gestalten, dass sie in Zukunft mehr Freiheit, mehr Flexibilität und gleichzeitig mehr Sicherheit bieten. Für Sie, Ihre Angestellten und Ihre Kunden. Digitalisierung braucht keine Zeit – sie gibt sie Ihnen. Und übrigens: Das Wichtigste ist, zu beginnen.

Wo soll ich da bloss anfangen?

Zugegeben, Christoph Kolumbus hatte es beim Start relativ einfach. Beginnen hiess für ihn: Leinen los, Segel setzen, in See stechen. Doch das bedeutet nicht, dass heute aller Anfang schwer sein muss. Empfehlenswert ist ein erster «Digital Checkup», begleitet von erfahrenen Profis, die als Navigatoren und Lotsen den Weg weisen können. Dabei geht es nicht nur um eine Bestandsaufnahme und eine Empfehlung, sondern auch darum gemeinsam über den Tellerrand zu blicken und jenseits vom Alltagsgeschäft frei zu denken. Gleichzeitig ist es wichtig Massnahmen zu identifizieren, die Sie umsetzen können, damit Digitalisierung begreifbarer wird. Ziel ist es also, mit Ihnen einen Kurs anzudenken, den Sie einschlagen können.

Are You Digital?

Unter dem Titel «Are You Digital» bietet die Handelskammer beider Basel (HkbB) aktuell finanzielle Unterstützung in Höhe von CHF 7.500 im Digital Checkup an. Der Digital Checkup bietet konkrete Unterstützung bei der Frage: Was bedeutet Digitalisierung für mich, mein Unternehmen, meine Branche und meine Mitarbeiter. Wie kann ich meine Strategie so ausrichten, dass ich für die Zukunft so gut wie möglich gerüstet bin. Kurz gesagt: die Route wird geplant und wichtige Stationen auf dem Weg werden ermittelt.

Im Rahmen von 50 Beratungsstunden werden, je nach Bedarf, Workshops und Beratungsgespräche durchgeführt. Die Methoden werden typ- und situationsgerecht ausgesucht. Alles richtet sich nach Ihren konkreten und individuellen Bedürfnissen. Das Wichtigste: Am Ende sollen Sie eine Vorstellung davon haben, welchen Kurs Sie einschlagen wollen und welches Rüstzeug Sie dafür benötigen.

Konkret bedeutet dies erst mal: Wer das einfache Bewerbungsformular ausfüllt und angenommen wird, erhält einen Digital Checkup im Wert von CHF 10’000.– für CHF 2’500.–.

Unterwegs wie Christoph Kolumbus.

Für den Weg in die Digitalisierung brauchen Unternehmen auch heute noch einen Kapitän mit einer Vision. Eine gute Mannschaft, die sich begeistern lässt und mitzieht. Das Wetter ist gut! Unternehmen, die sich der Digitalisierung widmen, haben gerade schönen Rückenwind. Und mit der Handelskammer beider Basel gibt es momentan sogar finanzielle Unterstützung. Ohne die wäre auch Christoph Kolumbus nicht losgezogen.

Kolumbus entdeckte schliesslich anstatt eines direkteren Wegs nach Indien einen neuen Kontinent und veränderte damit die Wahrnehmung einer ganzen Gesellschaft. Ganz so viel erwarten wir nicht. Aber das tat Kolumbus selbst nicht, als er auszog. Welche Gelegenheiten sich unterwegs präsentieren würden, wusste er nicht. Er war getrieben von einer grossen Vision. Und er legte einfach mal los.

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