Kaizen-Prinzip: Wie Sie Prozesse kontinuierlich verbessern

Was ist das Kaizen-Prinzip? Das Wort Kaizen steht im Japanischen für Verbesserung oder Wandel zum Besseren. Damit ist aber nicht einfach nur Innovation oder Verbesserung um jeden Preis gemeint. Vielmehr geht es um einen schrittweisen, kontinuierlichen Verbesserungsprozess.

Die fünf Pfeiler des Kaizen-Prinzip

1. Prozessorientierung

Betrachtet wird nicht nur das Produkt, sondern der Weg dahin. An welcher Stelle können Verbesserungen vorgenommen werden? Ziel ist eine möglichst hohe Qualität, die eine Kundenbindung unterstützt. Hintergrund dieser Überlegung ist, dass die Akquise neuer Kunden weitaus aufwendiger als die Pflege der Bestandskunden ist. 

2. Kundenorientierung

Ist der Kunde erst einmal unzufrieden, steigt die Gefahr, ihn zu verlieren. Kaizen hat dabei nicht nur den Endverbraucher (externer Kunde) im Blick, sondern sieht Mitarbeiter in anderen Abteilungen, denen zugearbeitet wird, aus der Kundenperspektive (interne Kunden). Bemerken diese Fehler, kann an diesem Punkt des Arbeitsprozesses bereits angesetzt und möglicher Ärger beim externen Kunden abgewendet werden.

3. Qualitätsorientierung

Wie angesprochen, handelt es sich um einen kontinuierlichen Prozess. Grundlage ist Toyotas Total-Quality-Management (TQM). Es wird zwar nach Perfektion gestrebt, aber letztlich kann sie nie erreicht werden, da Fortschritt die grosse Konstante ist.

4. Kritikorientierung

Eine der fünf Grundsäulen der Kaizen-Methode ist der Umgang mit Kritik. Dahinter steckt die Erkenntnis, dass auch Führungskräfte nicht allwissend sind. Ein revolutionärer Ansatz für eine stark hierarchisch orientierte Gesellschaft wie die japanische. Nur wenn jeder Mitarbeiter seine Gedanken zu Verbesserungsvorschlägen einbringen kann und das Management damit umgehen kann, gelingen Verbesserungen. 

5. Standardisierung

Kritik wird in Verbesserungsvorschläge umgewandelt und durchlaufen den PDCA-Zyklus (Plan, Do, Check, Act). Erweisen sich die Vorschläge als praktikabel und sinnvoll, werden sie im SDCA-Zyklus endgültig standardisiert (Standardize, Do, Check, Act).

Die Vorteile dieses Vorgehens liegen auf der Hand:

Die Mitarbeiter sind von vornherein in alle Prozesse mit eingebunden. Das steigert nicht nur die Qualität, sondern die Mitarbeiterzufriedenheit. Beides bringt weitere Synergieeffekte hervor wie einen grösseren Umsatz durch gute Reputation und einen geringeren Krankenstand bei den Mitarbeitern.

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