Kulturwandel der Schweizer Führungskräfte für die Zukunft

63% der Führungskräfte in der Schweiz messen der Unternehmenskultur mehr Stellenwert bei als der Strategie oder dem Geschäftsmodell.

Es gibt keine typisch schweizerische Art zu führen, sondern vielmehr eine Schweizer Führungskultur.

Die heutigen Tugenden der Schweizer Führungskräfte sehen wie folgt aus:

Folgende Eigenschaften passen nicht zur heutigen typischen Schweizer
Führungskultur:

Um für die Zukunft gerüstet zu sein, sollten Schweizer Führungskräfte folgende Werte in den Mittelpunkt setzen:
Vergleicht man die für die Schweiz typischen Werte mit den von Schweizer Führungskräften gefragten Eigenschaften für die Zukunft, ergibt sich ein zum Teil widersprüchliches Bild (Abb. 3).

Flexibilität, gemäss Umfrage die Nummer 1 der von Schweizer Führungskräften künftig gefragten Eigenschaften (Abb. 3, Quadrant rechts unten), ist lediglich auf Rang 11 der typisch schweizerischen Werte zu finden. Für die Zukunft ebenso erfolgskritisch scheint die Tatsache, dass Risikobereitschaft und Begeisterungsfähigkeit – Nummer 2 und 3 der in Zukunft geforderten Eigenschaften – an zweiter bzw. dritter Stelle der untypischen Schweizer Werte stehen. In einer sich rasch verändernden, komplexen und wenig planbaren Arbeitswelt sind Flexibilität und Risikobereitschaft wichtige Kompetenzen, um schnelle Entscheidungen zu fällen. Die Schweizer Wirtschaftswelt kann sich ruhig noch etwas mehr zutrauen und an sich selber glauben. Ein oder zwei Schritte vorausgehen, auch wenn man nicht genau weiss wohin. Wichtig ist zudem, dass Führungskräfte ihre Mitarbeitenden dort einsetzten, wo sie ihre Stärken und Talente einbringen können. Dies trägt wesentlich dazu bei, sowohl deren Begeisterungsfähigkeit als auch Leistungsbereitschaft zu steigern.

Gegenseitige Wertschätzung und Teamorientierung bilden die Nummer 4 und 5 der von Schweizer Führungskräften gefragten Eigenschaften der Zukunft (Abb. 3, Quadrant rechts oben). Während gegenseitige Wertschätzung immerhin unter den wichtigsten fünf der typisch schweizerischen Führungswerten erscheint, belegt Teamorientierung nur Rang 8 – Eigenschaften, die vor dem Hintergrund der Digitalisierung und Globalisierung und virtueller Teamarbeit immer wichtiger werden.

Was Qualitätsbewusstsein, Loyalität und Leistungsorientierung – die Top 3 Schweizer Werte – anbelangt (Abb. 3, Quadrant links oben), spielen diese künftig gemäss Einschätzung der Umfrageteilnehmenden eine marginale Rolle in der Führung. Pünktlichkeit, Präzision und Zuverlässigkeit = typische Attribute für Schweizer Qualität, auch in Sachen Führung – genügen heute nicht mehr, um mit der weltweiten Konkurrenz mitzuhalten. Ein zu starker Fokus darauf könnte sogar hinderlich sein, nämlich dann, wenn diese zu starren Abläufen führen, die jede Agilität im Keim ersticken und die ehemals vorbildliche Schweizer Innovationskultur hemmen.

Die Bedeutung von Hierarchien wird angesichts der Demokratisierung des Wissens jedoch geringer. Nicht vergessen werden darf, dass Einfühlungsvermögen von der jüngeren Generation (unter 35 Jahren) als am wichtigsten bewertet wurde. So empfiehlt es sich nach wie vor, emphatisch zu sein, aktiv zuzuhören und gut erreichbar zu sein.

Wie aus Sie aus diesem Bericht entnehmen, lohnt es sich in der Firma die Führungskultur den neusten Gegebenheiten anzupassen. Junge Fachkräfte werden die Stellen anhand modernen Führungskulturen aussuchen und motivierter in diesen Firmen arbeiten.

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