Keine schnelle Erholung in Sicht

Der von Raiffeisen erhobene Einkaufsmanagerindex der Schweizer KMU zeigt weiter nach unten. Dienstleister und KMU aus der Industrie leiden besonders unter der zweiten Coronawelle.

 

KMU verzeichnen markanten Rückgang in der Produktion. Bild: Janno Nivergall/Pixabay

Der Raiffeisen KMU Einkaufsmanagerindex (PMI) fiel im Dezember 2020 auf 43,3 von 44,0 Punkten im Vormonat und blieb damit auf einem niedrigen Niveau, wie das Finanzinstitut am Montag mitteilte. In der Regel würden derart tiefe Werte eine Rezession anzeigen, heisst es weiter. Frappant sei weiterhin auch der Rückstand von Industrie-KMU zu Grossunternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe. Dies illustriert ein Vergleich mit dem PMI von procure.ch und Credit Suisse, der die Gesamtwirtschaft abbildet. Letzterer befindet sich seit Mitte Jahr im Expansionsbereich.

Verunsicherung ist nach wei vor gross

Insbesondere in der Produktion mussten KMU einen deutlichen Rückgang verkraften. Gegenüber dem Vormonat ging der entsprechende Subindex von 43,5 Punkten auf 40,2 Punkte zurück. Gleichzeitig beschleunigte sich auch der Beschäftigungsrückgang, was sich in einem Rückgang von 47 Indexpunkten im November auf 41,4 Punkten im vergangenen Monat manifestiert.

Einzig die Komponenten zum Einkaufslager und zu den Lieferfristen schlossen über 50 und damit erstmals seit Monaten wieder im Expansionsbereich. Doch die niedrigen und nach wie vor sinkenden Auftragsbestände sprechen gegen eine schnelle Erholung des Geschäftsverlaufs in den kommenden Monaten. Die Verunsicherung ist nach wie vor gross.

2021 wird ein schwieriges Jahr

Laut Raiffeisen wird nun entscheidend sein, wie sich der Roll-Out der Impfstoffe gestaltet, wann die Herdenimmunität erreicht wird und wie gefährlich die Mutationen des Coronavirus sind. So oder so stehe schon jetzt fest: Auch 2021 bleibt bis auf weiteres ein schwieriges Jahr.

 

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