Trotz Corona: Firmen sind überraschend optimistisch

Viele Unternehmen blicken zuversichtlich in die Zukunft und vertrauen auf ihre Stärken.

 

Viele Unternehmensentscheider sind überzeugt, dass sich die aktuelle Pandemie nur wenig auf ihr Geschäft auswirkt. Bild Michal Jarmoluk/pixabay

Unternehmensverantwortliche in Deutschland, Österreich und der Schweiz beurteilen die aktuelle Geschäftslage und ihre Zukunftsaussichten überraschend optimistisch. Dies geht aus einer Studie des Beratungsunternehmen PwC in Kooperation mit Kantar und der Technischen Universität Darmstadt hervor, in der 157 Entscheider aus Vorstand, Strategie und M&A in der DACH-Region befragt wurden. Die Verantwortlichen haben hohes Vertrauen in die eigenen Stärken und sind davon überzeugt, bei der Steuerung ihres Unternehmens überwiegend selbstbestimmt und nur wenig abhängig von externen Faktoren zu sein, heisst es. Den Volatilitätsschock in Folge der Corona-Krise sehen sie eher als historische Ausnahme und weniger als Ausdruck immer unsicherer und volatiler werdender Märkte. Ihren Strategieprozess passen sie in der Folge nur marginal an.

Beeindruckende Zuversicht

«Die Studienteilnehmenden zeigen sich erstaunlich optimistisch: Sie sind der Meinung, dass sich die aktuelle Pandemie nur relativ wenig auf ihr Geschäft und die Aussichten für die kommenden fünf Jahre auswirkt. Das ist angesichts der jüngsten Marktturbulenzen überraschend, zeigt aber auch eine beeindruckende Zuversicht, die anstehenden Herausforderungen erfolgreich zu meistern», kommentiert Claude Fuhrer, Deals Strategy & Operations Leiter bei PwC Schweiz.

Auffallend sei, dass die Entscheidungsträger trotz des unmittelbaren Einflusses der Pandemie für ihr Marktumfeld nur mit einem moderaten Anstieg der Volatilität und Unsicherheit in den kommenden fünf Jahren rechnen. Die Befragten schätzen die negativen Auswirkungen der Pandemie auf einen Fünf-Jahres-Horizont gesehen für relativ gering ein.

Wirtschaftsabschwung gilt als grösste Bedrohung

Die grössten Bedrohungen für die Positionierung im Wettbewerb sehen die Studienteilnehmenden vor allem im Wirtschaftsabschwung (80 Prozent), in Umweltrisiken und Pandemien (61 Prozent), dem sich verstärkenden Wettbewerb (60 Prozent) und regulatorischen Risiken (55 Prozent). Finanzierungsrisiken sieht nur jeder Vierte als Bedrohung. Dabei empfinden die Entscheider die unternehmensspezifischen Risiken als weniger bedrohend als jene, vor denen die Gesamtwirtschaft aktuell steht.

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