Zwischen Prozess und Freiraum: Herausforderung Personalführung

Welcher Führungsstil passt zu meinem Unternehmen? Wie kann ich meinen Führungsaufgaben bestmöglich nachkommen? Mit diesen und ähnlichen Fragen rund um die Personalführung setzen sich viele Vorgesetzte immer wieder auseinander – so auch wir.

 

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Wer bei Google nach „Personalführung“ sucht, erhält mehr als 2,5 Millionen Ergebnisse. Von Führungsaufgaben über Führungsstile bis hin zu Weiterbildungen und Fachliteratur: es gibt nichts, was hier nicht zu finden ist. Und obwohl dies zweifellos wichtige Hilfestellungen sind, gibt es kein „one size fits all“. Denn die Voraussetzungen für die Personalführung sind bei jedem Unternehmen anders.

Als Kreativdienstleister beispielsweise ist es schwierig, klare Prozesse zu definieren. Zu individuell sind unsere Kunden und die Projekte, die wir für sie realisieren. Das wirkt sich auch auf die Führung aus. Oftmals sind wir nicht nur Chef, sondern auch Projektleiter. Das bedeutet, dass wir uns ständig zwischen Makromanagement und Mikromanagement hin und her bewegen müssen. Da gilt es besonders darauf zu achten, das grosse Ganze nicht aus dem Blick zu verlieren.

Führung auf Distanz

Unsere Mitarbeitenden zu fördern, Aufgaben zu delegieren und gleichzeitig die Kontrolle zu behalten, um die Ziele unseres Unternehmens zu erreichen, ist eine Herausforderung. Hinzu kommt ein Faktor, der bisher nicht in Erscheinung getreten ist – Distanz. Homeoffice verändert die Führungsaufgabe. Sie fordert Struktur. Diese Struktur haben wir uns mithilfe täglicher Videokonferenzen und dem Einsatz verschiedener Tools geschaffen. Doch noch wichtiger als diese Hilfsmittel sind eine transparente Kommunikation und Vertrauen.

Freiräume als Chance

Als Vorgesetzte umfasst unsere Verantwortung nicht nur die Führung und Förderung der einzelnen Mitarbeitenden, sondern auch den Zusammenhalt des gesamten Teams. Personalführung bedeutet deshalb auch Freiräume zu schaffen, in denen sich unsere Teams entfalten können. Auch wenn sich die aktuellen Möglichkeiten einer Teamaktivität auf ein virtuelles Feierabendbier beschränken, ist dieser regelmässige, zwischenmenschliche Austausch wichtig. Genauso wichtig ist es übrigens, dass wir als Chefs bei diesen Aktivitäten auch mal bewusst nicht dabei sind.

Die ideale Führung liegt für mich irgendwo zwischen Prozess und Freiraum. Mit der nötigen Flexibilität lässt sie sich so je nach Situation, in die eine oder andere Richtung bewegen. Wie sehen Sie das? Mit welchem Führungsansatz sind Sie erfolgreich?

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