Tipps zur Personalführung im KMU

Ein Unternehmen zu leiten ist anspruchsvoll – erst recht in Zeiten wie diesen. Entsprechend nimmt die Personalführung innerhalb der Firma einen immer höheren Stellenwert ein.

Eigentlich liegt es auf der Hand: Wer sich in einem Unternehmen ernst- und wahrgenommen fühlt, leistet auch mehr. Entsprechend kann durch eine bewusste Führung nicht nur der Geschäftserfolg gesteigert, sondern auch gute Fachkräfte gefunden und gehalten werden.

Doch worauf muss man als gute Chefin oder guter Chef achten? Was sind die wichtigsten Punkte bei einer «bewussten Führung»? Die folgenden Tipps sollen helfen:

Transparente Kommunikation

Eine klare Kommunikation vermeidet Konflikte und steigert die Effizienz. Deshalb ist es wichtig, dass innerhalb des Unternehmens stets klar und transparent kommuniziert wird. Zudem sollten Vorgesetzen auch das vorleben, was sie predigen. Das steigert die Glaubwürdigkeit.

Leitplanken setzen

Ziele benötigen oftmals ein Konzept und Deadlines: Wie und mit welchen Mitteln soll das Ziel erreicht werden und wer macht was bis wann? Als Vorgesetzter ist deshalb wichtig, dass gleich zu Beginn gemeinsam mit dem betroffenen Team Ziele definiert und die dazu benötigten Strukturen geschaffen werden. Zeigen Sie dabei, dass ihnen das aktive Mitgestalten des Teams wichtig ist.

Danach sollten Sie die einzelnen Schritte regelmässig kontrollieren und nötigenfalls eingreifen.

Wertschätzung

Wertschätzung ist eines der wichtigsten Instrumente für eine erfolgreiche Personalführung. Dazu zählt nicht nur das verbale Lob.

Für viele Mitarbeitende ist die Übertragung von Verantwortung, wie zum Beispiel das Leiten eines wichtigen Projektes oder die Möglichkeit mit den eigenen Ideen in Erscheinung zu treten, ein Zeichen der Anerkennung.

Zur Wertschätzung gehört aber auch konstruktive Rückmeldungen zu geben. Nützliches Feedback seitens der Vorgesetzten kann nämlich die Mitarbeiterzufriedenheit erhöhen. Besonders wertvoll ist Feedback aber auch, weil es neue Einsichten bewirken kann und möglicherweise versteckte Potentiale aufzeigt. Eine gute Selbstreflexion trägt zu einer guten Unternehmenskultur bei und hilft aus Fehlern zu lernen.

Ruhe bewahren

Erfahrene Führungskräfte handeln nicht überhastet und bleiben auch in schwierigen Situationen ruhig. Sie schauen hin, hören zu, analysieren, werten und entscheiden erst dann.

Aufgaben delegieren

Delegieren erfordert die Bereitschaft, sich von Aufgaben zu trennen, die Mitarbeitende besser oder – weil darin geübt – schneller erledigen. Dazu ist es wichtig, dass Führungskräfte das Potenzial und die Fähigkeiten ihrer Mitarbeitenden kennen.

Der Vorteil: Indem der Geschäftsführer Aufgaben gezielt abgibt, kann er sich vom Operativen zurückziehen und hat Kapazitäten, um strategische Aufgaben wahrzunehmen. Zudem hilft das Delegieren das Know-How im Unternehmen auf mehrere Personen zu übertragen und somit rechtzeitig Nachfolger aufzubauen.

Prozesse systematisieren

Kleine und mittlere Unternehmen müssen ihre Mitarbeitenden genauso wie Grossunternehmen mit geeigneten Verfahren auswählen, entwickeln, führen, motivieren, beurteilen, entlohnen, allenfalls entlassen und schliesslich in den Ruhestand verabschieden.

Doch häufig werden die Personalaufgaben von der Geschäftsleitung gestemmt, der es an Zeit mangelt, sich diesen Themen umfassend zu widmen.

Um im Wettbewerb um Fachkräfte mithalten zu können, lohnt es sich das Personalmanagement frühzeitig zu systematisieren und professionalisieren. Denn auf dem Arbeitsmarkt stehen KMU in Konkurrenz zu den grossen Unternehmen, mit denen sie auf der Lohnebene meistens nicht mithalten können. KMU müssen also andere Argumente aufbringen, wie zum Beispiel gute Weiterbildungsmöglichkeiten oder attraktive Arbeitsbedingungen. Diese Aspekte betreffen direkt das Personalmanagement.

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